Wenn sich im Erstkontakt Hinweise auf eine Gedächtnis- oder Denkstörung ergeben, kann eine weiterführende fachärztliche oder neuropsychologische Diagnostik sinnvoll sein. Ziel ist es, genauer zu klären, ob eine leichte kognitive Störung, eine beginnende Alzheimer-Krankheit oder eine andere Ursache der Beschwerden vorliegt.
Die Diagnostik erfolgt meist in einer neurologischen oder psychiatrischen Facharztpraxis, in einer Gedächtnisambulanz oder durch spezialisierte Neuropsychologinnen und Neuropsychologen. Dabei werden die Beschwerden, der bisherige Verlauf, Vorerkrankungen, Medikamente und Veränderungen im Alltag ausführlich besprochen. Wenn die betroffene Person einverstanden ist, können auch Angehörige oder vertraute Bezugspersonen einbezogen werden.
Ein wichtiger Bestandteil sind strukturierte Tests. Sie untersuchen zum Beispiel Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Orientierung, Planungsfähigkeit und Problemlösen. Auch die Frage, wie gut alltägliche Aufgaben noch gelingen, spielt eine wichtige Rolle. So kann besser eingeschätzt werden, ob die Veränderungen über eine normale altersbedingte Vergesslichkeit hinausgehen.
Die fachärztliche Diagnostik hilft außerdem, andere mögliche Ursachen zu erkennen oder auszuschließen. Dazu können zum Beispiel Depressionen, Schlafstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Durchblutungsstörungen oder andere neurologische Erkrankungen gehören.
Am Ende der Untersuchung werden die Ergebnisse verständlich erklärt. Gemeinsam wird besprochen, ob weitere Untersuchungen notwendig sind, zum Beispiel eine Bildgebung oder eine biomarkerbasierte Zusatzdiagnostik. Die fachärztliche und neuropsychologische Demenzdiagnostik ist damit ein zentraler Schritt im Alzheimer-Diagnostik-Pfad: Sie schafft Klarheit, ordnet Beschwerden ein und bereitet weitere Entscheidungen vor.
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