Erstkontakt und Verdachtsabklärung

Wenn Sie bei sich selbst oder bei einer nahestehenden Person Veränderungen bemerken, kann ein erstes Gespräch helfen, die Situation besser einzuordnen. Solche Veränderungen können zum Beispiel sein: häufiges Vergessen, Wortfindungsprobleme, Unsicherheit in ungewohnten Situationen, Schwierigkeiten bei vertrauten Aufgaben oder Rückzug aus dem Alltag.

Solche Anzeichen bedeuten nicht automatisch, dass eine Alzheimer-Krankheit vorliegt. Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme können viele Ursachen haben, zum Beispiel Stress, Schlafmangel, Depression, Medikamente oder körperliche Erkrankungen. Deshalb ist eine frühe und sorgfältige Abklärung wichtig.

Die erste Anlaufstelle ist häufig die Hausarztpraxis. Dort werden Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente und Veränderungen im Alltag besprochen. Bei Bedarf können einfache Tests durchgeführt werden, die eine erste Einschätzung der Gedächtnis- und Denkfähigkeit ermöglichen. Diese Tests ersetzen keine ausführliche Fachdiagnostik, helfen aber zu entscheiden, ob weitere Untersuchungen sinnvoll sind.

Es kann hilfreich sein, eine vertraute Person zum Termin mitzubringen. Angehörige oder enge Bezugspersonen nehmen Veränderungen im Alltag manchmal anders wahr und können wichtige Hinweise geben. Dies erfolgt nur, wenn die betroffene Person damit einverstanden ist.

Ziel dieses Themenbereichs ist es nicht, sofort eine Diagnose zu stellen. Vielmehr geht es darum, einen Verdacht ernst zu nehmen, mögliche Ursachen zu prüfen und den nächsten Schritt gut vorzubereiten. Wenn sich Hinweise auf eine leichte kognitive Störung oder eine beginnende Demenz ergeben, kann eine Überweisung an spezialisierte Fachärztinnen und Fachärzte, eine Gedächtnisambulanz oder eine neuropsychologische Diagnostik erfolgen.

Der Themenbereich orientiert sich am Alzheimer-Diagnostik-Pfad und an der S3-Leitlinie Demenzen, die eine strukturierte Abklärung bei Verdacht auf eine Demenz oder leichte kognitive Störung empfiehlt.

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